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Philosophia Verlag GmbH

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Petrus Hispanus

Logische Abhandlungen

Tractatus / Summulae Logicales

ISBN: 3-88405-005-2

Preis: €98.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Aus dem Lateinischen von Wolfgang Degen und Bernhard Pabst

Petrus Hispanus Portugalensis (ca. 12101205-1277) hat dieses Kompendium der Logik verfasst. Es zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es eine Zusammenfassung der antiken Logik (Logica antiqua) und der bedeutenden mittelalterlichen Neuerungen (Logica moderna/modernorum) bietet. Die wichtigste antikehistorische Quelle stellt das Organon des Aristoteles dar, aus dem einerseits die Kernstücke der formalen Logik entnommen wurden, wie assertorische, modale und hypothetische Sätze samt der assertorischen und modalen Syllogistik, sowie die Anwendung für Lösungsversuche von Trugschlüssen, andererseitsandrerseits auch syntaktische und semantische Analysen von Sätzen, und Satzarten, von Teilen gesprochener und Satzteilen, sowie geschriebener Sätze und von der Wahrheit von Aussagen. Außerdem finden sich[ Ansätze zu einer Philosophie der Logik und] ontologische Betrachtungen über Prädikamentezu Prädikamenten und Universalien.
Das Spezifikum der Logica moderna mittelalterlichen Logik ist die Lehre von den proprietates terminorum, d.h. die von den referentiellen Eigenschaften oder Funktionen der Termini, wie suppositio naturalis, simplex undformalis, personalis und materialis, ampliatio, copulatio und appellatio. In dieser Lehre fließen Sprach-, Begriffs- und Gegenstandsanalysen zusammen, entsprechend einer dreistelligen Semantik, die durch vox-intellectus-res gekennzeichnet ist.
Die Summulae Logicales waren für über zwei Jahrhunderte das Standardwerk der Logik und sie erlebten noch in der Zeit des Buchdrucks eine große Anzahl von unveränderten Auflagen.
Der Übersetzung liegt die kritische Ausgabe von Lambert M. de Rijk aus dem Jahre 1972 zugrunde.

Die Übersetzer: Wolfgang Degen arbeitet und lehrt am Institut für Informatik der Universität Erlangen-Nürnberg. Er hat über Philosophie, philosophische und mathematische Logik publiziert. Seine mathematischen Schriften beschäftigen sich vorwiegend mit Modelltheorie, Beweistheorie, rekursiver Kombinatorik und Mengenlehre, insbesondere mit verschiedenen Aspekten des Auswahlaxioms. Ein Hauptthema seiner Forschungen sind formale Versionen des Logizismus. Er ist Autor der Systeme der Kumulativen Logik, Philosophia 1983.
Bernhard Pabst, geb. 1960, Studium der Fächer Mittellatein, Klassische Philologie und Philosophie, lehrte in Jena und München und ist derzeit Privatdozent an der Universität zu Köln. Seine Publikationen umfassen u.a. Monographien zur Literaturgeschichte und Naturphilosophie des Mittelalters und zum Geistesleben des 13. Jahrhunderts.

Vorwort des Herausgebers Hans Burkhardt
Die Übersetzung der Summulae Logicales des Petrus Hispanus ins Deutsche ist eines der ältesten Projekte des Philosophia Verlages. Das Erscheinen dieser Übersetzung im Jahr des vierzigjährigen Bestehens dieses Verlages ist somit ein besonders erfreuliches Ereignis.
Die Summulae Logicales wurden bisher viermal übersetzt, und zwar in drei verschiedene Sprachen. Nur zwei dieser Übersetzungen sind vollständig. Die erste partielle Übersetzung stammt von Georgios Scholarios-Gennadius (ca. 1400-1472), dem Patriarchen von Konstantinopel direkt nach dem Fall der Stadt an die Türken, der die ersten sechs Bücher ins Griechische übertragen hat. Diese Übersetzung wurde 1936 unter dem Titel: Oeuvres complètes de Gennade Scholarios, ed. von L. Petit, X. A. Sidéridès, M. Jugie, Bd. VIII, Paris, 283- 337, publiziert.
Die nächste Übersetzung wurde 1945 von J. P. Mullally angefertigt und zusammen mit einer Edition veröffentlicht: The Summulae Logicales of Peter of Spain, Publications in Medieval Studies VIII, Notre Dame Indiana (Reprint 1960). Mullally beschränkte sich auf einen Teil des Textes und ließ die Trugschlüsse aus.
Eine Übersetzung ins Spanische ist die erste vollständige: Pedro Hispano (Petrus Hispanus Portugalensis) Tractatus (version castellana de Mauricio Beuchot O. P., a partir de la ediciòn de L. M. de Rijk), U.N.A.M., México 1980. Auch die englische Übersetzung aus dem Jahre 1990 von Francis P. Dinneen S. J. ist vollständig: Language in Dispute. An English Translation of Peter of Spain´s Tractatus, called afterwards Summulae Logicales, on the basis of the critical edition established by L. M. de Rijk. Studies in the History of Language Sciences 39, Benjamins, Amsterdam, Philadelphia.
Grundlage der neueren Übersetzungen seit 1980 ist die hervorragende kritische Edition von Lambert Marie de Rijk von 1972, die allerdings unsere Übersetzer – insbesondere Herr Pabst – aus inhaltlichen Erwägungen mancherorts durch die Wahl anderer Textvarianten und Korrekturen ergänzen und damit verbessern mussten: Peter of Spain (Petrus Hispanus Portugalensis): Tractatus, called afterwards VI Hans Burkhardt Summule Logicales, First Critical Edition from the Manuscripts with an Introduction by L. M. de Rijk, Van Gorcum & Comp. B.V., Assen.
Eine wichtige Vorarbeit dazu hat mein verehrter Lehrer Joseph Maria Bochenski geleistet, der nach der Edition von J. P. Mullally von 1945, im Jahre 1947, eine weitere Edition vorlegte, dabei allerdings wesentlich weniger Manuskripte berücksichtigte, als das später de Rijk getan hat: Summulae Logicales = Petri Hispani Summulae logicales quas e codice manu scripto Reg. Lat. 1205 edidit I. M. Bochenski O. P., Marietti, Torino.
Für die vorliegende erste und vollständige deutsche Übersetzung der Summulae Logicales konnte der Philosophia Verlag zwei hervorragende Fachleute gewinnen, die sich in ihren Qualifikationen aufs beste ergänzen: Herr Dr. Wolfgang Degen ist studierter Altphilologe, Philosoph und ein international bekannter und anerkannter Logiker; Herr PD Dr. Bernhard Pabst ist Spezialist für mittelalterliches Latein und zudem durch entsprechende Publikationen als Kenner der mittelalterlichen Philosophie ausgewiesen. Der Verlag dankt den Übersetzern für ihre ausgezeichnete Arbeit.
Frau Hilla Hueber, die frühere Geschäftsführerin des Verlages, hat das erste lesbare Manuskript dieser Übersetzung erstellt und außerdem diese Übersetzung von Anfang an organisatorisch begleitet.
Bei der Vorbereitung für den Druck, Layoutgestaltung und Stichwortverzeichnis, hat Frau Anne Sophie Meincke, Magister der Germanistik und Doktorandin der Philosophie an der Universität München, wertvolle Hilfe geleistet.
Die Herstellung der endgültigen Druckfassung übernahm dankenswerter Weise Bernhard Pabst.
Auch drei anderen in diese Übersetzung involvierten Wissenschaftlern gilt unser Dank. Der erste ist Walter Redmond, ein ausgewiesener Kenner der mittelalterlichen und nachmittelalterlichen Scholastik, und zwar sowohl der Philosophie als auch der Theologie. Professor Redmond hat den Text durchgesehen und wertvolle Ratschläge erteilt. Wir konnten außerdem davon profitieren, dass zwei ausgezeichnete Kenner der mittelalterlichen Logik und Philosophie, nämlich Klaus Jacobi von der Universität Freiburg im Breisgau und Simo Knuuttila von der Universität Helsinki, wissenschaftliche Gutachten verfasst und einige Korrekturen vorgeschlagen haben, die ebenfalls in den Text eingearbeitet worden sind.
Die vorliegende Ausgabe der Summulae Logicales enthält neben der Übersetzung zwei einleitende Texte: Während Wolfgang Degen im Rahmen einer inhaltlichen Einführung sich unter anderem mit philosophischen und spezifischen ontologischen Implikationen des logischen Textes beschäftigt und hierbei zeigt, dass Petrus Hispanus nicht nur Universalienrealist ist, sondern auch individuelle Akzidenzien als ontologische Kategorie anerkennt und verwendet, geht Bernhard Pabst auf den Charakter und Stil der Übersetzung ein, indem er insbesondere die ihr zugrundeliegenden Maximen im Umgang mit den charakteristischen Fachtermini erläutert.
Am Ende des Buches findet der Leser außerdem ein Stichwortverzeichnis und ein Verzeichnis der im Übersetzungstext erwähnten Referenztexte.
Wir möchten mit unserer Übersetzung des bedeutendsten mittelalterlichen Logiklehrbuchs den Kollegen, Studenten und jedem anderen Interessierten einen Text zur Verfügung stellen, der nicht nur der Forschung und Lehre, sondern auch der Begriffsklärung und dem eigenen Denken einen wichtigen Dienst erweisen kann.
Murnau, im Januar 2006

Available
XXVIII pp., viii pp., 301 pp.,,library binding


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